Wie funktioniert eigentlich eine Brille?

Zwei Frauen mit optischen Brillen

Manchmal sehen wir Dinge nicht so scharf, wie wir es möchten – ein Straßenschild in der Ferne verschwimmt oder das Buch auf dem Tisch erscheint leicht unscharf. Das liegt daran, dass das Licht im Auge nicht genau auf die Netzhaut trifft. Genau hier setzt eine Brille an: Sie sorgt dafür, dass Licht wieder korrekt gebündelt wird, damit wir klar sehen können.

Kurzsichtigkeit – weit entfernte Dinge sind unscharf
Kurzsichtigkeit bedeutet, dass wir Objekte in der Ferne verschwommen sehen, während nahe Dinge meist klar erscheinen. Das passiert, wenn das Auge das Licht zu stark bündelt oder zu lang ist, sodass der Brennpunkt vor der Netzhaut liegt. Eine Brille für Kurzsichtige „streut“ das Licht ein wenig, damit der Brennpunkt genau auf die Netzhaut fällt – so sehen wir weit entfernte Dinge wieder scharf.

Weitsichtigkeit – nahe Dinge verschwimmen
Weitsichtigkeit ist das Gegenteil: Dinge in der Nähe wirken unscharf, während die Ferne meist gut erkennbar ist. Hier bündelt das Auge das Licht nicht ausreichend oder der Augapfel ist zu kurz, sodass der Brennpunkt hinter der Netzhaut liegt. Eine Brille für Weitsichtige „sammelt“ das Licht, sodass es korrekt auf der Netzhaut landet – damit wir wieder bequem lesen oder Dinge aus nächster Nähe erkennen können.

Hornhautverkrümmung – verzerrtes Sehen in allen Entfernungen
Bei einer Hornhautverkrümmung ist die Oberfläche des Auges unregelmäßig geformt. Dadurch wird Licht in verschiedene Richtungen gebrochen, und Bilder erscheinen verzerrt oder verschwommen – sowohl in der Nähe als auch in der Ferne. Speziell geformte Brillengläser gleichen diese Unregelmäßigkeit aus, sodass das Licht wieder korrekt gebündelt wird und wir klar sehen.

Damit eine Brille optimal hilft, muss sie genau auf unsere Augen abgestimmt sein. Beim Sehtest messen die Augenoptiker von United Optics, wie stark das Licht gebrochen werden muss – die sogenannte Dioptrienzahl. Anschließend werden die Gläser so geschliffen, dass Licht wieder genau auf der Netzhaut landet.

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